Bauherren & Investoren 2026

Mehrfamilienhaus bauen – Kosten & Anbieter 2026

Wohnraum schaffen, Rendite planen und langfristig Werte sichern – schlüsselfertig, mit Festpreisoption und Bauleitung aus einer Hand. Besonders interessant: 4 bis 12 Wohneinheiten.

Eine eigene Projektklasse

Mehr als ein größeres Einfamilienhaus

Ein Mehrfamilienhaus ist deutlich anspruchsvoller als ein Einfamilienhaus. Mehrere Wohneinheiten, mehrere Nutzer, höhere Anforderungen an Schallschutz, Brandschutz, Haustechnik, Stellplätze und Genehmigung machen das Projekt komplex – bieten aber gleichzeitig große Chancen: stabile Mieteinnahmen, bessere Risikoverteilung und langfristige Wertbildung.

Für private Investoren, Bauträger, Unternehmer, Family Offices, Grundstückseigentümer – und Familien mit Mehrgenerationen-Konzept oder Teil-Vermietung – ist ein Mehrfamilienhaus eine starke Kapitalanlage. Besonders interessant: 4 bis 12 Wohneinheiten – noch überschaubar, aber bereits mit echten Skaleneffekten.

Laut Statistischem Bundesamt stiegen die Neubaupreise für konventionell gefertigte Wohngebäude im Februar 2026 gegenüber Februar 2025 um 3,3 %; gegenüber November 2025 lag der Anstieg bei 1,5 %. Alle Preisangaben beziehen sich auf Bauleistungen am Bauwerk einschließlich Mehrwertsteuer.

Mehrfamilienhaus-Projekt prüfen lassen
Mehrfamilienhaus schlüsselfertig bauen mit Festpreis 2026
ab 2.400 €/m²
Schlüsselfertig (einfache Ausstattung)
4 – 12 WE
Wirtschaftlich + steuerbar
18 – 36 Monate
Konzept bis Übergabe
Definition

Was ist ein Mehrfamilienhaus?

Ein Wohngebäude mit mehreren eigenständigen Wohneinheiten. Jede Wohnung hat eigene Küche, Bad, Wohnräume und einen separaten Zugang über Treppenhaus, Laubengang oder Aufzug.

Typische Merkmale

Mehrere abgeschlossene Wohneinheiten
Gemeinsames Treppenhaus oder Erschließungssystem
Separate Wohnungszugänge
Gemeinschaftliche Technikbereiche
Stellplätze oder Tiefgarage
Keller-, Abstell- oder Fahrradflächen
Schallschutz zwischen den Wohnungen
Brandschutzkonzept
Effiziente Flächennutzung
Gute Vermietbarkeit

Mehrfamilienhaus vs. Zweifamilienhaus

KriteriumZweifamilienhausMehrfamilienhaus
Wohneinheiten2Meist ab 3
ZielgruppeFamilie, Eigennutzung, VermietungInvestoren, Bestandshalter, Vermieter
KomplexitätMittelHoch
BrandschutzEinfacherAnspruchsvoller
SchallschutzWichtigSehr wichtig
FinanzierungOft privatOft investmentorientiert
VerwaltungÜberschaubarProfessioneller sinnvoll

Fazit: Ein Mehrfamilienhaus ist kein größeres Einfamilienhaus, sondern eine eigene Projektklasse. Planung, Kosten, Genehmigung und Betrieb müssen von Anfang an professionell gedacht werden.

Vorteile

Warum ein Mehrfamilienhaus stark ist

Mehrere Einheiten auf einem Grundstück, verteilte Mieteinnahmen, Wertbildung durch Neubauqualität und maximale strategische Flexibilität.

01

Bessere Grundstücksausnutzung

Mehr Wohnfläche auf derselben Grundstücksfläche – gerade in Städten, Speckgürteln und wachsenden Gemeinden ein entscheidender Vorteil. Mit passendem Baurecht trägt ein Grundstück oft mehrere Wohnungen statt nur eines Einfamilienhauses.

02

Mehrere Mieteinnahmen statt Einzelrisiko

Bei einer einzelnen Wohnung fällt bei Leerstand die komplette Miete aus. Beim Mehrfamilienhaus verteilt sich das Risiko – die anderen Einheiten zahlen weiter. Stabiler als kleinere Einzelinvestments.

03

Wertentwicklung durch Neubauqualität

Moderne Dämmung, zeitgemäße Haustechnik, niedrige Betriebskosten, attraktive Grundrisse, Balkone, Aufzug oder barrierearme Zugänge verbessern Vermietbarkeit und stärken langfristig den Immobilienwert.

04

Flexibilität bei Nutzung und Strategie

Reine Vermietung, Eigennutzung plus Vermietung, Mehrgenerationenwohnen, späterer Einzelverkauf, Bestandshaltung, Projektentwicklung, möblierte Vermietung oder Wohnen + Gewerbe – ein Mehrfamilienhaus erlaubt viele Strategien.

Herausforderungen

Anspruchsvoller als kleinere Wohngebäude

Die Vorteile sind groß – die Anforderungen ebenfalls. Technisch, rechtlich und finanziell muss ein Mehrfamilienhaus deutlich sauberer aufgestellt werden.

Höhere Planungskomplexität

Mehr Wohnungen = mehr Anforderungen. Grundrisse müssen effizient sein, gleichzeitig Wohnqualität bieten. Treppenhaus, Technikräume, Schächte, Abstellflächen, Müll- und Fahrradflächen müssen sinnvoll integriert werden.

Brandschutz und Rettungswege

Je nach Gebäudeklasse, Höhe und Nutzung müssen Rettungswege, Brandabschnitte, Treppenhäuser, Türen, Materialien und technische Anlagen geprüft werden – früh planen, da Brandschutz Grundriss und Kosten beeinflusst.

Schallschutz zwischen Wohnungen

Einer der wichtigsten Komfortfaktoren. Mieter erwarten Ruhe zwischen den Wohnungen, im Treppenhaus und bei haustechnischen Anlagen. Schlechter Schallschutz führt zu Beschwerden, Fluktuation und Wertminderung.

Stellplätze und Außenanlagen

Viele Kommunen verlangen Stellplätze je Wohneinheit. Stellplätze, Carports oder Tiefgarage sind je nach Grundstück ein großer Kostenfaktor – ebenso Fahrradplätze, Müllstandorte und Wege.

Finanzierung und Wirtschaftlichkeit

Banken prüfen Standort, Baukosten, Eigenkapital, erwartete Mieten, Beleihungswert und Kapitaldienstfähigkeit. Eine zu optimistische Renditeberechnung kann das Projekt gefährden.

Mehrfamilienhaus Kosten 2026

Realistische Preisübersicht

Grundstück, Wohnfläche, Einheitenzahl, Bauweise, Ausstattung, Energiestandard, Stellplätze und Region prägen den Preis. Der reine Quadratmeterpreis ist nur ein grober Einstieg.

Kosten pro Quadratmeter

AusführungKosten pro m² Wohnfläche
Einfache Ausstattungca. 2.400 – 3.100 €/m²
Mittlere Ausstattungca. 3.100 – 3.900 €/m²
Gehobene Ausstattungca. 3.900 – 4.800 €/m²
Premium / Sonderausstattungab ca. 4.800 €/m²

Richtwerte ohne Grundstück. Tiefgarage, Aufzug, anspruchsvoller Brandschutz, schwieriger Baugrund oder hochwertige Haustechnik können die Kosten deutlich erhöhen.

Beispiel: 4 Wohneinheiten

PositionBeispiel
Wohnfläche gesamt320 m²
Baukosten pro m²3.300 €
Gebäude schlüsselfertig1.056.000 €
Baunebenkosten150.000 €
Hausanschlüsse35.000 €
Außenanlagen70.000 €
Stellplätze45.000 €
Reserve105.000 €
Gesamt ohne Grundstück1.461.000 €

Beispiel: 8 Wohneinheiten

PositionBeispiel
Wohnfläche gesamt640 m²
Baukosten pro m²3.350 €
Gebäude schlüsselfertig2.144.000 €
Baunebenkosten290.000 €
Hausanschlüsse55.000 €
Außenanlagen110.000 €
Stellplätze / Carports90.000 €
Reserve210.000 €
Gesamt ohne Grundstück2.899.000 €

Beispiel: 12 Wohneinheiten

PositionBeispiel
Wohnfläche gesamt960 m²
Baukosten pro m²3.400 €
Gebäude schlüsselfertig3.264.000 €
Baunebenkosten440.000 €
Hausanschlüsse75.000 €
Außenanlagen160.000 €
Stellplätze / Tiefgarage anteilig220.000 €
Reserve330.000 €
Gesamt ohne Grundstück4.489.000 €

Wichtig: Ein Mehrfamilienhaus sollte nie nur nach Hauspreis bewertet werden. Entscheidend sind Gesamtkosten, erzielbare Mieten, Finanzierung, Betriebskosten und langfristige Rendite.

Schlüsselfertig

Mehrfamilienhaus aus einer Hand

Planung, Bauausführung, Bauleitung und Übergabe zentral koordiniert. Bei der hohen Komplexität eines Mehrfamilienhauses ist Einzelvergabe ohne Erfahrung riskant.

Typische Leistungen enthalten

  • Projektprüfung
  • Entwurfsplanung
  • Bauantrag
  • Statik
  • Energieplanung
  • Brandschutzkonzept
  • Schallschutzplanung
  • Rohbau
  • Dach
  • Fenster
  • Fassade
  • Haustechnik
  • Elektroinstallation
  • Sanitärinstallation
  • Heizung
  • Lüftung
  • Innenausbau
  • Außenanlagen
  • Bauleitung
  • Abnahme
  • Dokumentation

Häufig separat zu prüfen

  • Grundstück
  • Bodengutachten
  • Vermessung
  • Hausanschlüsse
  • Außenanlagen
  • Stellplätze
  • Tiefgarage
  • Aufzug
  • Müll- und Fahrradbereiche
  • Teilungserklärung
  • Vermietungsvorbereitung
  • Hausverwaltung
  • Sonderwünsche
  • Möblierung bei Apartments

Baubeschreibung entscheidet: Beim Mehrfamilienhaus muss die Baubeschreibung nicht nur Materialien beschreiben, sondern Standards für Schallschutz, Brandschutz, Haustechnik, Wohnungsausstattung, Treppenhaus, Außenanlagen und Gemeinschaftsflächen.

Festpreis

Mehrfamilienhaus mit Festpreis bauen

Beim Mehrfamilienhaus besonders wertvoll: Baukosten wirken direkt auf Rendite, Finanzierung und Verkaufspreis.

Vorteile eines Festpreises

  • Bessere Finanzierungssicherheit
  • Klare Renditeberechnung
  • Weniger Nachtragsrisiko
  • Höhere Vergleichbarkeit von Angeboten
  • Sichere Entscheidungsgrundlage
  • Bessere Kontrolle für Investoren

Voraussetzungen für belastbaren Festpreis

  • Vollständige Planung
  • Klare Baubeschreibung
  • Bodengutachten
  • Definierte Wohnungsgrößen
  • Definierte Ausstattung
  • Brandschutzkonzept
  • Schallschutzkonzept
  • Energiestandard
  • Regelung zu Außenanlagen
  • Regelung zu Hausanschlüssen
  • Zahlungsplan
  • Bauzeitvereinbarung

Typische Kostenrisiken trotz Festpreis

  • Erdarbeiten
  • Schwieriger Boden
  • Grundwasser
  • Zusätzliche Brandschutzauflagen
  • Stellplatzauflagen
  • Tiefgarage
  • Hausanschlüsse
  • Sonderausstattung
  • Änderungen nach Vertragsabschluss
Bauweisen

Massivbau, Fertigbau, Holzbau oder Modulbau

Die Bauweise beeinflusst Kosten, Bauzeit, Schallschutz, Nachhaltigkeit und Vermietbarkeit. Eine pauschale Empfehlung wäre unseriös – die beste Wahl hängt von Standort, Budget, Zeitplan, Zielgruppe und Rendite ab.

Massivbau

Sehr verbreitet bei Mehrfamilienhäusern – hoher Schallschutz, gute Wertbeständigkeit und starke Marktakzeptanz.

  • Sehr guter Schallschutz
  • Hohe Tragfähigkeit
  • Langlebige Substanz
  • Gute Wärmespeicherung
  • Hohe Akzeptanz bei Banken und Käufern
  • Flexible Grundrisse

Fertigbau

Vorfertigung spart Bauzeit. Besonders bei wiederholbaren Grundrissen und seriellen Konzepten wirtschaftlich interessant.

  • Kürzere Bauzeit
  • Witterungsgeschützte Produktion
  • Planbare Abläufe
  • Hohe Präzision
  • Frühere Vermietbarkeit möglich

Holzbau

Eignet sich für nachhaltige Neubaukonzepte. Brandschutz, Schallschutz und Feuchteschutz besonders sorgfältig planen.

  • Nachhaltiger Baustoff
  • Kurze Bauzeit möglich
  • Gute Dämmwerte
  • Angenehmes Raumklima
  • Starke Positionierung bei klimafreundlichem Bauen

Modulbau

Interessant bei Apartments, seriellen Grundrissen oder Investorenprojekten mit Zeitdruck. Vorgefertigte Module reduzieren die Bauzeit deutlich.

  • Sehr hoher Vorfertigungsgrad
  • Schnelle Montage
  • Skalierbare Grundrisse
  • Gute Planbarkeit
  • Interessant für Mikroapartments oder Boardinghouse
Grundstück & Baurecht

Der stärkste Hebel für die Wirtschaftlichkeit

Entscheidend ist nicht der Kaufpreis, sondern wie viel genehmigungsfähige Wohnfläche realisiert werden kann.

Bebauungsplan prüfen – diese Punkte zählen

Art der Nutzung
Geschosszahl
Gebäudehöhe
Baugrenzen
Grundflächenzahl
Geschossflächenzahl
Dachform
Stellplätze
Grünflächen
Abstandsflächen
Erschließung

Für Investoren ist besonders wichtig, welche Wohnfläche tatsächlich gebaut werden darf. Ein Grundstück mit hoher zulässiger Ausnutzung kann trotz höherem Kaufpreis wirtschaftlich besser sein.

Stellplätze & Mobilitätskonzept

Viele Kommunen verlangen Stellplätze je Wohneinheit. Je nach Standort: oberirdisch, Carport oder Tiefgarage. Tiefgaragen sind teuer, in verdichteten Lagen aber oft notwendig.

Boden & Erschließung

Bodengutachten, Erschließung, Hanglage, Grundwasser und Altlasten können erhebliche Kosten verursachen. Vor Grundstückskauf oder Projektstart prüfen.

Grundriss & Wohnungsmix

Vermietbarkeit beginnt am Grundriss

Ein Mehrfamilienhaus sollte nicht nach persönlichem Geschmack geplant werden, sondern nach Zielgruppe und Nachfrage.

Sinnvolle Wohnungsgrößen je Zielgruppe

1-Zimmer-Wohnungen
Singles
2-Zimmer-Wohnungen
Paare
3-Zimmer-Wohnungen
Kleine Familien
4-Zimmer-Wohnungen
Familien
Barrierearme Wohnungen
Senioren
Kompakte Apartments
Pendler / Studierende

Beispiel-Wohnungsmix mit 8 Einheiten

EinheitFlächeZielgruppe
2 × 45 m²90 m²Singles
3 × 65 m²195 m²Paare
2 × 85 m²170 m²Familien
1 × 105 m²105 m²Größere Familie
Gesamt560 m²Gemischt

Flächeneffizienz beachten

Treppenhaus, Flure, Technikräume und Schächte sind notwendig, bringen aber keine direkte Miete. Ein guter Grundriss reduziert unproduktive Flächen, ohne Wohnqualität zu verlieren.

Balkone, Abstellräume und Fahrradflächen verbessern Vermietbarkeit – besonders in Städten ein wichtiger Faktor.

Wirtschaftlichkeit

Rendite beim Mehrfamilienhaus berechnen

Ein Mehrfamilienhaus muss wirtschaftlich funktionieren – Bruttorendite, Nettorendite und Cashflow zusammen betrachten.

Bruttorendite

Jahresnettokaltmiete ÷ Gesamtkosten × 100

Jahresnettokaltmiete168.000 €
Gesamtkosten3.200.000 €
Bruttorendite5,25 %

Nettorendite

Berücksichtigt nicht-umlagefähige Kosten

Jahresnettokaltmiete168.000 €
Verwaltung− 7.000 €
Instandhaltung− 14.000 €
Nicht umlagefähige Kosten− 9.000 €
Kalkulierter Leerstand− 6.000 €
Nettoertrag132.000 €
Gesamtkosten3.200.000 €
Nettorendite4,13 %

Cashflow

Was nach Finanzierung übrig bleibt

Nettoertrag132.000 €
Zins und Tilgung jährlich− 125.000 €
Cashflow vor Steuern7.000 €

Eine gute Bruttorendite reicht nicht. Entscheidend ist, ob das Objekt nach Kosten, Finanzierung und Rücklagen stabil funktioniert.

Energieeffizienz & Förderung

Niedrige Betriebskosten verbessern Vermietbarkeit

Energieeffizienz ist beim Mehrfamilienhaus ein wirtschaftlicher Faktor. Moderne Haustechnik kann langfristig den Wert stärken.

Wichtige Maßnahmen

Hochwertige Dämmung
Effiziente Fenster
Wärmepumpe oder Wärmenetz
Photovoltaik
Lüftungskonzept
Zentrale oder dezentrale Warmwasserbereitung
Dämmung von Dach und Kellerdecke
Gute Wärmebrückenplanung
Intelligente Zählerkonzepte

KfW 297/298 – Klimafreundlicher Neubau

bis 150.000 € / WE

Förderkredit je Wohnung für Neubau und Erstkauf. Bis zu 35 Jahren Laufzeit, bis zu 10 Jahren Zinsbindung – unter dem Vorbehalt verfügbarer Bundesmittel.

Technische Anforderungen

  • Effizienzhaus-40-Standard
  • Anforderungen an Treibhauspotenzial (Lebenszyklusanalyse)
  • Ausschluss fossiler Wärmeerzeuger und Biomasse
Bauablauf

10 Phasen vom Konzept bis zur Übergabe

Vom ersten Konzept bis zur Übergabe sind je nach Größe und Genehmigung häufig 18 bis 36 Monate realistisch.

1. Projektziel definieren

Eigennutzung, Vermietung, Verkauf oder Bestandshaltung klären

2. Grundstück prüfen

Bebauungsplan, Ausnutzung, Erschließung und Boden analysieren

3. Wohnungsmix planen

Zielgruppe und Wohnungsgrößen festlegen

4. Wirtschaftlichkeit berechnen

Baukosten, Mieten, Rendite und Cashflow prüfen

5. Bauweise wählen

Massivbau, Fertigbau, Holzbau oder Modulbau vergleichen

6. Finanzierung sichern

Bank, Eigenkapital und Förderung abstimmen

7. Bauantrag stellen

Genehmigung, Brandschutz und Nachweise einreichen

8. Bauphase steuern

Bauleitung, Termine und Qualität sichern

9. Vermietung vorbereiten

Exposé, Verwaltung und Mietverträge planen

10. Übergabe

Abnahme, Dokumentation und Betriebsstart

Fehler vermeiden

Fünf häufige Fehler beim Mehrfamilienhaus

Wer diese Risiken kennt, plant von Anfang an realistisch.

01

Grundstücksausnutzung falsch einschätzen

Nicht die Grundstücksgröße zählt, sondern die baurechtlich mögliche Wohnfläche. Geschossflächenzahl, Baugrenzen und Stellplatzanforderungen bestimmen die Wirtschaftlichkeit.

02

Mieten zu optimistisch kalkulieren

Zu hohe Mietannahmen lassen die Rendite besser aussehen, als sie später ist. Mieten realistisch, standortbezogen und zielgruppengerecht ansetzen.

03

Brandschutz zu spät planen

Brandschutz beeinflusst Grundriss, Treppenhaus, Türen, Materialien und Kosten. Wer ihn zu spät berücksichtigt, riskiert Umplanung und Mehrkosten.

04

Schallschutz unterschätzen

Schlechter Schallschutz führt zu Beschwerden, Fluktuation und geringerer Wohnqualität. Bei Mietwohnungen ein zentraler Vermietungsfaktor.

05

Verwaltung und Betrieb vergessen

Nebenkostenabrechnung, Mieterkommunikation, Wartung, Rücklagen und Instandhaltung gehören zur Wirtschaftlichkeitsrechnung – nicht erst nach Fertigstellung.

Lösung: Starten Sie mit einer Projektprüfung, die Grundstück, Baukosten, Wohnungsmix, Mieten, Rendite und Bauweise gemeinsam bewertet.

Checkliste

Mehrfamilienhaus bauen – Ihre 18 Prüffragen

Vor Vertragsabschluss sollten alle Punkte geklärt sein.

  • Investmentziel definiert?
  • Grundstück baurechtlich geprüft?
  • Bebauungsplan ausgewertet?
  • Realisierbare Wohnfläche berechnet?
  • Wohnungsmix festgelegt?
  • Zielgruppe analysiert?
  • Baukosten vollständig kalkuliert?
  • Baunebenkosten eingeplant?
  • Stellplätze berücksichtigt?
  • Brandschutzkonzept geplant?
  • Schallschutzkonzept geplant?
  • Energiestandard definiert?
  • KfW-Förderung geprüft?
  • Rendite berechnet?
  • Cashflow geprüft?
  • Festpreisoption geprüft?
  • Bauleitung geregelt?
  • Verwaltungskonzept vorbereitet?
FAQ

Häufige Fragen zum Mehrfamilienhaus bauen

20 Antworten zu Kosten, Festpreis, Bauweise, Wohnungsmix, Brandschutz, Schallschutz, Förderung und Verwaltung.

Fazit

Mehrfamilienhaus bauen mit Strategie, Festpreis und professioneller Bauleitung

Ein Mehrfamilienhaus ist eine starke Lösung für Investoren, Familien und Grundstückseigentümer, die Wohnraum schaffen und langfristig Werte aufbauen möchten. Es bietet bessere Grundstücksausnutzung, mehrere Mieteinnahmen und hohe strategische Flexibilität – ist aber technisch, rechtlich und wirtschaftlich deutlich anspruchsvoller als ein Einfamilienhaus.

Damit das Projekt gelingt, müssen Grundstück, Bebauungsplan, Wohnungsmix, Baukosten, Brandschutz, Schallschutz, Energiestandard, Finanzierung und Verwaltung früh zusammengeführt werden. Besonders wichtig: vollständige Baubeschreibung, professionelle Bauleitung und eine belastbare Festpreisoption.

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Verwandte Fragen

Häufige Folge­fragen, die Bauinteressierte rund um das Thema dieser Seite stellen – mit Direkt­antwort und Link zur passenden Detail­seite.

Was kostet dieser Haustyp schlüsselfertig?

Bauleistung 2.800-3.800 €/m² Wohnfläche je nach Ausstattung und KfW-Standard. Hinzu kommen Grundstück (300-1.500 €/m²), Erschließung 15.000-30.000 € und Baunebenkosten 12-15 % vom Baupreis (Notar, Grunderwerbsteuer, Architekt, Statik, Versicherungen).

Vollständige Kostenstruktur
Welche Bauweise passt zu meinem Haus?

Massiv (Kalksandstein/Ziegel) für Wertstabilität, Holzbau für Nachhaltigkeit, Modulbau für kurze Bauzeit. Pro Bauweise erhalten Sie U-Werte, typische Bauzeit, Lebensdauer und Förderfähigkeit – die Auswahl hängt von Grundstück, Energiekonzept und Halteperiode ab.

Bauweisen-Vergleich
Was bedeutet schlüsselfertig genau?

Schlüsselfertig ist KEIN gesetzlich geschützter Begriff. Bei uns enthält er bezugsfertige Räume inkl. Sanitär, Heizung, Elektrik, Bodenbeläge, Wandfarbe, Türen, Treppen. Außenanlagen und Carport sind typischerweise NICHT enthalten – das muss in der Baubeschreibung klar stehen.

Schlüsselfertig-Definition
Wer übernimmt die Bauleitung?

Bei uns ein fest angestellter Bauleiter pro Baustelle – kein Subunternehmer-Vertrieb, kein wechselnder Ansprechpartner. Koordiniert Gewerke, prüft Bauausführung gegen 14-Punkte-Checkliste, dokumentiert in Online-Bautagebuch.

Bauleitung-Leistung
Welche Förderungen gibt es 2026?

KfW 297/298 für Klimafreundlichen Neubau bis 100.000 € pro WE zu 0,01 % eff., BEG mit EH 40 + QNG, NRW.BANK Wohneigentum Plus für Familien. Bewilligung erfordert Antragstellung VOR Baubeginn – versäumte Förderfristen sind nicht heilbar.

Förder-Übersicht 2026
Wie kann ich mein Haus selbst online planen?

Über unseren Konfigurator wählen Sie in 7 Schritten Haustyp, Bauweise, Energiestandard, Wohnfläche, Ausstattung, Region und Zeitrahmen. Ergebnis ist ein abgestimmtes Konzept – nicht ein Pauschalpreis, weil realistische Bauleistung immer grundstücksabhängig ist.

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Nächster Schritt

Lassen Sie Ihr Projekt professionell prüfen.

Sie planen ein Neubauprojekt oder haben bereits ein Grundstück? Wir analysieren Ihre Situation, bewerten die Möglichkeiten und zeigen Ihnen konkrete nächste Schritte auf – unverbindlich und strukturiert.